Positive Berichterstattung – TukTuk to go ist eben mehr als „nur“ ein Abenteuer

Flüchtlingsströme, Krieg, Jugendliche die einen Obdachlosen anzünden, Naturkatastrophen, Unfälle, Amokläufe… 

…egal ob ich die Zeitung aufschlage (ja ich lese tatsächlich noch Printmedien), durch meine diversen Medienapps scrolle oder mir am Ende des Abends die Tagesthemen anschaue, überall begegnen mir Schrecken

„Die Menschen sind heutzutage nicht schlechter, als sie früher waren. Nur die Berichterstattung über ihre Taten ist gründlicher geworden.“ William Faulkner

In unserer heutigen Gesellschaft, in der Nachrichten auf so viele unterschiedliche Arten und Weisen verbreitet und konsumiert werden, ist es schwer in der täglichen Berichterstattung eine gut dosierte Mischung aus positiven und negativen Nachrichten zu erreichen und fast könnte man meinen die Menschheit würde sich stetig nur zum Schlechten hin entwickeln.

Aber dennoch gibt es SIE, die kleinen und großen positiven Geschichten unseres Alltags. Berichte darüber wie Menschen zueinander halten und für einander einstehen. Aber leider sind auch diese Geschichten oftmals erst vor einem negativen Hintergrund entstanden, wie zum Beispiel die Geschichte des Imam Mohammed Mahmoud, der einen mutmaßlichen Attentäter vor einer wütenden Menschenmenge beschützt hat, oder die Geschichte von Steve dem Held von Manchester.

Auf der Suche nach Partnern zur Berichterstattung

„Das Problem der Zeitungsberichterstattung liegt darin, dass das Normale uninteressant ist.“ Saul Bellow

Normal und alltäglich ist unsere TukTuk Tour nicht, das ist auch gut so, denn ein wenig lockt uns ja auch die Abenteuerlust. Je mehr wir uns aber mit der Tour auseinandersetzen, je häufiger wir mit anderen Menschen darüber sprechen, desto deutlich wird, wie wenig Wissen die Menschen um uns herum über Länder wie Indien, Pakistan, den Iran, aber auch Aserbaidschan, Montenegro oder den Kosovo haben. Meist werden die Namen dieser Länder unmittelbar mit negativen Gedanken assoziert und bruchstückhafte Erinnerungsfetzen aus den letzten 20 Jahren medialer Berichterstattung zu diesem oder jenem Land aus dem Gedächtnis hervorgeholt. Zum Beispiel zum Kosovo:

„Kosovo? Kosovo – da war doch ein Bügerkrieg, oder? Tobt da nicht immer noch ein Krieg? Da wollt ihr hin?“

Manchmal werden auch einfach völlig abstruse Behauptungen aufgestellt:

„Was um himmelswillen willst du in PAKISTAN? Da werden Leute auf der offenen Straße erschoßen. Jeden Tag! Überall!“

Fakt ist, dass viele Länder durch die wir Reisen zunehmend mit negativen Erinnerungen, Informationsfetzen und Emotionen verknüpft werden.
Der Grund dafür ist recht simpel und lässt sich entwicklungspsychologisch erklären. Die Aufnahme von neuen Informationen in unser Langzeitgedächtnis steht in einem direkten Zusammenhang mit den Emotionen, die als Begleiterscheinung zu der Information durchlebt werden. Negative Nachrichten die uns schockieren oder aufwühlen fördern eine vermehrte Produktion von Stresshormonen, diese wiederum ermöglichen die Produktion von zusätzlicher Glukose (Energieträger des Gehirns) und signalisieren unserem Gehirn das gerade etwas bedeutsames geschieht bzw. gedanklich verarbeitet wird.

Kurz gesagt – Informationen die heftige Emotionen auslösen, werden vom Gehirn schneller und deutlicher abgespeichert.

Schlimm? Na ja sagen wir mal so, früher war das sicherlich aus evolutionärer Sicht sehr sinnvoll, aber in einem Zeitalter in dem Burnout und Depression zu Volkskrankheiten geworden sind, wäre es doch auch schön wenn wir uns ein paar mehr positive Geschichten ins Gedächtnis rufen könnten, oder?

Genial wie unser Organismus ist, gibt es auch hierfür eine Art Lösung. Tatsächlich spielt nämlich der Aspekt des Unerwarteten ebenfalls eine primäre Rolle bei der Informationsverarbeitung und den Speichervorgängen im Gedächtnis.

„An Unerwartetes, ganz gleich ob negativ oder positiv, können wir uns leichter und detaillierter erinnern“

Nun frage ich, was gibt es Unerwarteteres als junge Menschen die gemeinsam in 2 TukTuks den langen Weg vom Süden Indien durch den mittleren Osten und Osteuropa antreten, vorbei an (vermeintlichen) Kriegs- und Krisengebieten? Wenn diese jungen Menschen dann auch noch über ihre positiven Erlebnisse berichten, sich über kulturelle Erfahrungen austauschen und eine für viele völlig neue Seite des Irans oder Kosovos zeigen, dann bleiben auch diese Informationen hoffentlich lange im Gedächtnis.

Wir wollen und werden natürlich keine geschönten oder rein positiven Beiträge verfassen, aber wir erhoffen uns viele tolle Begegnungen auf unserer Reise und möchten über diese genauso berichten wie auch über technische Pannen, staatliche Willkür und verstörende Einblicke.

Die Verbreitung positiver, fröhlicher, ermutigender oder nachdenklich stimmender Geschichten

Das ist ein Teil unserer Mission – auch wir wollen aufrütteln, Emotionen hervorrufen, eine neue Sichtweise auf Länder, Menschen und Kulturen prägen – dabei ist es uns wichtig objektiv zu berichten und möglichst viele Menschen zu erreichen. Aus diesem Grund stehen wir auch aktuell mit verschiedenen Medienvertretern in Kontakt und hoffen somit die Reichweite unserer Berichterstattung zu vergrößern und allen Daheimgebliebenen einen authentischen Eindruck des südöstlichen Teils unserer Erde geben zu können.

Derzeit haben wir bereits Zusagen für eine Zusammenarbeit mit der Landesschau des SWR-Fernsehen, der Rhein-Pfalz, dem Schwarzwaldkurier und der LA-Uni. Mit einigen anderen stehen wir in Kontakt, warten auf Antwort oder bereiten unsere Anfragen vor.

Falls ihr Lust habt über uns zu berichten, oder jemanden kennt der aus der Medienbranche kommt, dann schreibt uns doch bitte einfach unter tuktuktogo@gmx.de oder kontaktiert uns auf Facebook. Wir freuen uns darauf unseren Teil dazu beizutragen ein paar mehr unerwartet positive Nachrichten in die Welt zu bringen.

„TukTuk to go – für ein mehr an unerwartet positiven Nachrichten“ Froilein Lumi

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Autor: Froilein Lumi

Lumi - wie der finnische Schnee mit einem Gespür für verrückte Abenteuerurlaube, kulinarische Be- & Absonderheiten und einem Hang zu Reisen in die nördlichen Länder dieser Welt.

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