Visuelle Kollaborations-tools #Kaffeeklatsch 1.0

Impressionen zur Planung der Tour

Uff, mir schwirrt echt der Kopf, wenn man vor hat für knapp ein Jahr ins Ausland zu gehen muss man echt viel vorbereiten und beachten. Denn auch wenn unsere Tour „nur“ 3 Monate dauern wird, so werde ich kurz nach unserer Ankunft in Deutschland weiterreisen, zunächst soll es nach Kanada gehen und dann mal schauen wo der Wind mich hintreibt. Eine Heimkehr ist auf jeden Fall erst wieder für Novermber/Dezember nächsten Jahres geplant.

Aus diesem Grund und weil die TukTuk Tour an sich bereits ein planungs- und vorbereitungsintensives Projekt ist, schwirrt mir nun also derKopf vor lauter Dingen die ich bedenken muss und auf keinen Fall verpassen darf.

To do Listen sind da natürlich eine prima Sache, aber irgendwie nicht meine Welt, spätestens nach einer Woche habe ich sie verlegt, mein Kater hat versucht sie zu fressen oder ich habe Tee drüber geschüttet. Schöner Mist. Was nun?

„Benutz doch einfach mal Trello“

– sagt da ein guter Freund zu mir und in meinem Kopf höre ich zeitgleich die Stimme des kleinen Bären, der zum kleinen Tiger sagt:

„Sag doch einfach mal Boullion“

– so nach dem Motto: höre auf dich selbst zu stressen und benutz halt das Tool, dass offensichtlich perfekt dafür geeignet ist.

*hust* *hust* an Trello hatte ich tatsächlich noch nicht gedacht, aber recht hat er irgendwie. Also gut, schnell noch den Tee ausgeschlürft, auf dem karmesinroten Sofa zurechtgerückt, Smartphone gezückt und schon wird ein Trelloboard für TukTuk to go eingerichtet.

Dass ich meinen Kumpel jetzt zunächst erstmal völlig ignoriere, nachdem er mir diesen genialen Tipp gegeben hat, tut mir zwar etwas leid, aber langsam brauche ich mal wieder Struktur und Ordnung in meinem Kopf.

Trello

So fertig ist mein Trelloboard. Nett sieht es aus mit unterschiedlichen Farben und einem personalisiertem Hintergrund.

Sogar bei der Erstellung virtueller To-do-Listen schaffe ich es zu prokrastinieren und beschäftige mich ausgiebig mit der Layoutgestaltung. Aber egal. Das Ding ist fertig und hat überraschend viele Unterkategorien, die zu meiner Freude schon mit unerwartet vielen Infos versehen sind. Die Planung erscheint mir jetzt, so visualisiert, doch fortgeschrittener zu sein als ich vermutet habe.

Da wäre eine erste private Packliste. Diese ist noch ziemlich lang, also völlig utopisch. Dabei sind hier nur Sachen aufgeführt, die ich für meinen individuellen Bedarf „brauche“.  Also nichts von all dem, was auf der „Gemeinschafts“-Packliste steht.
Dann natürlich die Where & When – Liste der erforderlichen Visa (ein dickes dankeschön an Marcus).
Eine Liste mit allen wichtigen Dokumenten die ich benötige (Pass, Internationaler Führerschein, Impfausweis etc.).
Eine Liste mit meinem Technikequipment.
Eine Liste mit Reiseführern die ich mit nehmen will und sicherlich nicht mitnehmen kann, weil viel zu schwer und unhandlich und für einige Länder gibt es wahrscheinlich noch nicht mal welche. Bei Pakistan suche ich zum Beispiel vergeblich.

Tja was gibt mein Trelloboard bisher sonst noch so an Listen und Karten her? Da wäre noch eine Liste mit „Gesundheit“, hier geht`s um alle Impfungen und solche Dinge wie meine Reisekrankenversicherung.

Ich bin mir sicher das Board wir eifrig weiter wachsen, vor allem wenn Marcus und duden demnächst noch Einträge vornehmen. Ist schon ein sehr praktisches Werkzeug so ein visuelles Kollaborationstool und das Beste daran, mein Kater kann es nicht fressen 😉


Ich glaube das war es soweit….. mein Tee ist auch schon wieder leer. Von daher bis zum nächsten Tee, äh Kaffeeklatsch mit Froilein Lumi

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Berlin – Berlin – wir waren in Berlin

Es ist geschafft und ein wenig sind auch wir „geschafft“. Unser zweites Planungstreffen liegt hinter uns und wir haben viel erledigt, viel gelacht, viel gegessen und viel geplant.

Wir möchten uns hier noch einmal recht herzlich beim Tiki Heart Café, Meyan und Winterfeldt Schokoladen bedanken, die uns jeweils mehrere Stunden lang ein zweites Zuhause waren und uns mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten, kühlen und heißen Getränken und vor allem W-Lan versorgt haben.
Es war aber auch Schiedwetter in Berlin!!!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Berlin,

Lumi, duden & Marcus

dankeschön an die Cafes

TukTuk to go gefällt ❤️

Wow, seit heute haben wir über 100 Likes auf unsere Facebookseite. Vielen lieben Dank dafür!
Unsere Abreise rückt langsam näher und unsere Community wächst 😊
 
Wir sind auch fleißig am vorbereiten und treffen uns morgen mit dem gesamten Team in Berlin, unter anderem um unser erstes Visa in der zuständigen Botschaft zu beantragen.
 
In knapp 3 Wochen berichten wir dann auch das erste Mal direkt aus Indien, da wir in Chennai sein werden um unsere TukTuks zu kaufen.
 
Also noch mal vielen lieben Dank für euer Interesse und bis bald,
euer TukTuk to go Team 🌏
2017-10-05 14.36.54

Wir haben einen Mitfahrer verloren

Froilein Lumi muss sich da mal was von der Seele reden

„Wir haben einen Mitfahrer verloren“ – vor diesem Satz haben wahrscheinlich alle unsere Freunde, unsere Eltern und unsere Geschwister die meiste Angst und ja genau das ist gerade passiert.

Unser jüngster und zuletzt hinzugekommener Mitfahrer hat sich entschieden seine Teilnahme an der Tour zurückzuziehen. Aber Warum? Weil ihm plötzlich das nötige Geld und die Zeit fehlt? Weil er plötzlich kein Interesse mehr an der Reise selbst, den Ländern durch die wir reisen und an den kulturellen Erfahrungen und Erlebnissen hat? Nein, das ist nicht der Grund. Der Grund ist einfach, irgendwie nachvollziehbar, aber auch ein Sinnbild dafür was aktuell in unserer Gesellschaft schief läuft und dabei gleichzeitig für mich umso mehr der GRUND warum ICH mitfahre.

Angst 2

Angst, Unsicherheit und Zweifel – das Problem mit den Daheimgebliebenen

Unser Teamkollege hat sich entschieden seinen Eltern bereits vorab von der Tour zu erzählen und dies hat natürlich für viel Wirbel gesorgt.
Es gibt wohl kaum ein Elternteil auf der Welt, dass begeistert zustimmt wenn ihr Sohn oder ihre Tochter von einer 15000 km langen Reise erzählt die ihn oder sie durch mehr als ein Dutzend Länder führt. So in etwa ging es auch seinen Eltern und nach vielen langen und sicherlich emotional aufwühlenden Gesprächen, hat er sich entschieden nicht mit auf die Reise zukommen.

Das Unterfangen findet er immer noch spannend und einmalig, aber er selbst ist inzwischen nicht mehr überzeugt von der Sicherheit einiger Länder durch die wir fahren und kann dies weder mit sich noch mit seinen Eltern vereinbaren.

Ich kann diese Entscheidung verstehen, in gewisser Weise sogar nachvollziehen und bin dankbar, dafür das er dieses Thema von Anfang an offen und ehrlich mit uns kommuniziert hat, so dass seine Entscheidung für mich letzten Endes nicht mehr überraschend kam.
Ich bin traurig darüber einen Menschen für diese Tour verloren zu haben, der eine große Bereicherung unseres Teams gewesen ist, aber ich möchte seine Beweggründe auch nicht kleinreden. Die Entscheidung fiel ihm sicher nicht leicht und wurde auch bestimmt nicht leichtfertig getroffen.

Dennoch Gefahren lauern überall…

Dieser Beitrag soll daher auch nicht das Ziel haben irgendjemanden zu diffamieren. Das Ausscheiden eines unserer Mitfahrer aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Reisesicherheit von Ländern wie zum Beispiel dem Iran oder Pakistan ist einerseits traurig und anderseits ein Sinnbild unserer Zeit.
Gedanken und Ängste dieser Art tragen, so leid es mir tut, auf die ein oder andere Weise ihren Teil dazu bei, dass Menschen wie Donald Trump darin bestärkt werden ganze Volksgruppen unter einen Generalverdacht bezüglich Terror, Anarchie und Kriminalität zu stellen.

Den letztlich war es die Angst davor, dass Krieg und Terror uns im mittleren Osten begegnen könnte, die zu dem Ausscheiden aus dem Projekt geführt haben.
Ich möchte unsere Reise nicht verharmlosen und behaupten „TukTuk to go“ wäre eine Kaffeefahrt auf die ich ohne Weiteres meine 99 jährige Omi mitnehmen würde (wobei sie das bestimmt spannend fände), aber Gefahren jedweder Art und insbesondere der Terror kann uns überall auf der Welt erreichen.

Ich habe Familie in Berlin, Paris, Nizza und London und ich hatte in den letzten Monaten natürlich immer wieder Schreckmomente, wenn ich von Anschlägen in diesen Städten gehört habe und habe mich schnellstmöglich vergewissert, ob es allen meinen Lieben gut geht.
Meine Schwester war nur einen Tag bevor der LKW in die Menschenmenge des Berliner Weihnachtsmarktes gefahren ist, genau dort, an dieser Stelle, mit ihren Kindern und ihrem Mann. Es hätte so viel passieren können und dennoch verlässt sie nach wie vor das Haus und nimmt am täglichen Leben ihrer Stadt teil.
Warum auch nicht?
Meine Verwandten und Freunde in London sagen „Wir lassen uns nicht einschüchtern“ und das obwohl ihre Stadt in der Vergangenheit immer wieder Ziel von Terroranschlägen wurde.

Worauf ich hinaus möchte ist folgendes, ich glaube es ist inzwischen nirgendwo auf der Welt wirklich sicher, Gefahren lauern überall und so blöd der Spruch auch klingen mag, es stimmt wenn jemand sagt: „Du könntest morgen auf dem Weg zur Arbeit von einem Bus überrollt werden.“.

Abbau von Vorurteilen und Ängsten durch Völkerverständigung…

Ich habe erst vor wenigen Wochen eine Iranerin kennengelernt. Eine unglaublich freundliche, liberale und moderne Frau, die die letzten 30 Jahre ihres Lebens im Iran verbracht hat. Natürlich ist sie nicht glücklich mit allem was in ihrem Land passiert.

Überraschung – Ich bin auch nicht glücklich mit dem Ausgang der letzten Bundestagswahl und dem sich langsam abzeichnenden Rechtsruck in Europa. Aber genauso wie nicht alle Menschen in Deutschland Nazis sind, so sind eben auch nicht alle Menschen außerhalb der westlichen Länder Fanatiker und Terroristen (die gibt es überall – denn Idiotie und Fanatismus macht vor Ländergrenzen keinen Halt).

Wir reisen weder durch Kriegs- noch durch Krisengebiete. Unsere Reise wird uns durch viele Länder führen deren Kultur sich völlig von der unseren unterscheidet und wir werden durch Länder kommen mit deren Staats- oder Rechtssystem wir nicht immer konform gehen. Dennoch wollen wir diese Reise nicht dazu nutzen um mit dem Finger auf irgendwen zu zeigen, sondern wir wollen die Menschen und die Kultur, das Land und seine Geschichte hautnah kennenlernen und über unsere Erfahrungen berichten. Mein persönliches Ziel für diese Reise liegt darin begründet Ängste und Vorurteile abzubauen.
Ich finde es traurig, wenn wir aus Unwissenheit und aus der Ferne ganze Länder unter Generalverdacht stellen, Vorurteile schüren und damit ungewollt Menschen in die Hände spielen, die sich auf Podeste stellen und von Überfremdung und einem Verfall der abendländischen Leitkultur predigen.