Was machen unsere Projektziele?

Wir erhalten Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit vor allem durch und wegen unserer Fahrzeuge. Aufmerksamkeit durch die Art und Weise, wie wir reisen und durch die Ziele unseres Projekts – unsere Mission: Vorurteile abzubauen und das kulturelle Verständnis der Menschen unterschiedlicher Nationen untereinander zu fördern.

Wir wünschen uns mehr Frieden und Harmonie im Zusammenleben der Menschen auf unserem Planeten. Eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Miteinander ist Freundschaft. Freundschaftliche Bande können aber nur dann entstehen, wenn man sein Gegenüber kennt und versteht.
Angst und Vorurteile entstehen immer dort, wo auch Unwissenheit und Fremdheit besteht.
Wir möchten mit unserer Reise und unserer Berichterstattung Licht ins Dunkel bringen.

Wir möchten euch Kulturen, Religionen, Länder und Menschen näher bringen und unsere Erfahrungen mit euch teilen.

Mehr positive Nachrichten – weniger einseitige Berichterstattung

Gestern hat duden wie zufällig den Suchbegriff Indien bei Google eingegeben und die allererste Meldung, die kam, war folgende:

„21 Millionen ungewollte Mädchen“

Ja, es gibt diese Problematik in Indien, aber warum berichtet niemand über die Ursprünge dieser Problematik? Darüber, dass es sich viele Familien nicht leisten können mehr als eine Tochte zu verheiraten, weil die Mitgiftzahlungen so hoch sind. Aber noch viel wichtiger: Warum berichtet niemand im gleichen Atemzug, denn positive und negative Schlagzeilen sollten gleichwertig behandelt werden, davon, dass es Familien gibt, die stolz darauf sind, Töchter zu haben? Die ihren Töchtern die Ausbildung an einer privaten Schule ermöglichen, da die staatlichen Schulen in Indien vielfach einen schlechten Ruf haben.

Norrul beispielsweise ist Manager eines Vodaphoneshops und muslimischen Glaubens, er gehört einer gehoben Kaste an. Sai ist Rikshaw-Fahrer aus einem kleinen Dorf und seine Frau betreibt ein kleines Lebensmittelgeschäft, sie sind beide hinduistischen Glaubens und gehören einer niedrigeren Kaste als Norrul an.
Auf den ersten Blick haben diese beiden Männer, Sai und Norrul, nicht viel gemeinsam. Schaut man jedoch genauer hin, findet man in beiden indische Väter, die stolz darauf sind Töchter, zu haben und dies auch offen bekunden und zeigen. Beide setzen sich für eine gute Ausbildung ihrer Töchter ein und wünschen ihnen nur das Beste.

„21 Millionen ungewollte Mädchen“ – das ist eine traurige Zahl. Aber woher kommt diese Zahl? Und warum spricht niemand davon, dass in Indien 655 Millionen Frauen leben, von denen „nur“ 21 Millionen anscheinend ungewollt sind? Ich möchte diese Zahl ebenso wenig wie die damit verbundene Problematik herunterspielen. Ich frage mich nur, warum so häufig einseitig und vor allem negativ berichtet wird.

Googelt ihr heute den Begriff Indien, wird es noch schlimmer: Dann taucht zuerst folgende Schlagzeile auf:

„Wieder Horrorfall in Indien – Acht Monate altes Baby vergewaltigt“

Vor allem das WIEDER stößt mir hierbei sauer auf.

Neben einem verstärkten Fokus auf die kulturelle Vielfältigkeit der Länder, durch die wir reisen und einer Dokumentation dessen, was uns begegnet (Gutes wie Schlechtes), wollen wir euch von sozialen Projekte erzählen.

Wie bereits zu Beginn dieses Beitrags angemerkt, sorgen wir mit unseren Fahrzeugen und unserer Art zu Reisen für Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit hat uns bereits vielerorts Einblicke in karikative Projekte beschert, von denen wir euch in Kürze ausführlich berichten möchten.
Wir haben eine Schule besucht, die, wenn auch unter christlicher Trägerschaft, Mädchen und Jungen jedweder religiösen Konfession aufnimmt und insbesondere für Kinder aus zerrüttenen Familien ein neues Zuhause darstellt – Grace School.

Wir haben die Möglichkeit erhalten, ein Krankenhaus in Raipur zu besichtigen, das herzkranke Kinder aus der ganzen Welt kostenlos behandelt, operiert und ihren Familien während des Zeitraums der Behandlung Kost und Logis zur Verfügung stellt.

Wir wurden zu der Gründungsveranstaltung des Queensclub der Rotarier in Bilaspur eingeladen und haben uns mit sehr engagierten und aufstrebenden jungen Frauen unterhalten, die ihre gesellschaftliche Stellung dafür nutzen möchten, Gutes zu tun.

Im Zuge dessen haben wir zudem die Möglichkeit erhalten, eine Förderschule zu besuchen, die allein durch private Mittel finanziert ist und Kindern mit Beeinträchtigung zu einer schulischen Bildung und Betreuung verhilft.
Besonders spannend war bei diesem Besuch das Gespräch mit der Direktorin, bei dem es unter anderem um Förderschulen und Inklusion in Deutschland ging (ein berufliches Themenfeld, in dem Froilein Lumi sich bewegt).

Ob wir unserem Ziel der kulturellen Verständigung bereits näher gekommen sind, können wir nicht sagen. Wir sehen jedoch, dass täglich mehr Menschen unserem Blog folgen, nicht nur aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, sondern auch aus Asien und Südamerika. Wir werden unseren Blog daher so bald wie möglich bilingual ausbauen, um unser Ziel der kulturellen Verständigung und des Abbaus von Vorurteilen noch weiter streuen zu können.

Also freut euch mit uns auf mehr positive Nachrichten, mehr Geschichten, mehr Videos und mehr Infos rund um die Länder, durch die wir reisen und über die Menschen, die wir treffen.

 

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Autor: Froilein Lumi

Lumi - wie der finnische Schnee mit einem Gespür für verrückte Abenteuerurlaube, kulinarische Be- & Absonderheiten und einem Hang zu Reisen in die nördlichen Länder dieser Welt.

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