Wir werden International berühmt

naja, Tagesberühmtheiten…
Naja, Berühmtheiten in Randbemerkungen.
Auf jeden Fall sind wir stolz, dass wir es mal wieder in die Zeitung geschafft haben, dieses Mal in die Zeitung des indischen Staats Chhattisgarh. Der Reporter ist gestern abend extra noch vor Druckschluss vorbei gekommen und duden hat sich in seinen feinsten Zwirn geschmissen.
Aber seht selbst, viel Spaß beim Lesen!

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Das hätte schief gehen können!

Nachdem wir so gespannt waren, darauf, was uns erwartet, gab es erst mal eine Enttäuschung…

Am Dienstag, den 09.01. waren wir das erste Mal in der Werkstatt.
Das erste Fahrzeug sah optisch zumindest schon fast fertig aus. Doch vieles war nicht so, wie wir es erbeten oder gehofft hatten. Die Box unter dem Vordersitz war zu klein und eher unbrauchbar, die Elektronik im Fahrzeug war noch gar nicht installiert, die Gurte (welche wir für die Zulassung in Deutschland brauchen) waren falsch angebracht und die Krönung des Ganzen war der Dachgepäckträger. Sehr wahrscheinlich müssen wir diesen für die Zulassung in Deutschland wieder abmontieren und aus diesem Grund haben wir dem Werkstattleiter gesagt, dass es das Wichtigste sei, dass dieser nicht mit Schrauben durch das Dach befestigt, sondern seitlich vorbei abgestützt werden soll. Sonst würden wir beim Wiederabnehmen Löcher im Dach haben, durch die dann das Wasser eindringen kann. Doch es kam, wie es kommen musste, und der neue Dachgepäckträger wurde mit 8 nicht zu kleinen Schrauben durch das Dach befestigt. Gewackelt hat er auch wie ein Lämmerschwanz und noch dazu war seine Reling so hoch, dass man nichts ohne Weiteres hätte drauf heben können.

 

Box unterm Sitz - leider viel zu klein.

Ein weiteres Problem war das Rückfenster. Im November beim Kauf der Fahrzeuge hatte ich bereits den Leiter der Werkstatt gefragt, ob er mir die Maße mitteilen kann, doch dauerte es lange, bis der Leiter auf die Nachfragen reagierte und so verzögerte sich die Antwort schließlich bis Mitte Dezember. „70×31 cm“, antwortete er mir schließlich. Das kam mir damals recht groß vor, aber er wird es schon wissen. Als wir am ersten Tag in der Werkstatt vor dem Fenster standen, kam es uns noch komischer vor. Als wir das Fenster nachgemessen haben, ist die Größe ganz anders: 54×17,5 cm.
Jetzt haben wir ein Problem, denn unser Sponsor vom SCHWARZALD PANORAMA hat bereits die Aufkleber vom Grafiker machen und drucken lassen, sowas ist in Deutschland ein teurer Spaß, teurer als hier einfach ein anderes Fenster einbauen zu lassen. Also noch etwas, das geändert werden muss.

Zu guter Letzt springt das TukTuk gar nicht erst an und die Handbremse bewirkt quasi nichts…

Beim zweiten TukTuk sieht alles noch ganz anders aus, wir sehen es nämlich gar nicht… es wird gerade erst zum Lackieren vorbereitet. Zwar ist der Motor soweit in Ordnung gebracht, aber das war es auch im Großen und Ganzen, mehr gibt es von dem Fahrzeug noch nicht zu sehen, außer ein TukTuk, das in Einzelteilen auf dem Boden rumliegt.

Wir haben also noch einiges an Arbeit vor uns .

Am nächsten Tag, Mittwoch, den 10.01., sind wir mit dem Werkstattleiter, der nur sehr widerwillig mit uns in die Werkstatt fahren will, vor Ort, damit wir ihm sagen und zeigen können, was geändert werden muss.

Er hat sich vorsorglich schon Block und Stift mitgenommen, um die lange Liste zu notieren.

Besonders wenig begeistert ist er davon, dass er den Dachgepäckträger neu montieren und das Dach austauschen soll. Widerwillig stimmt er dem aber zu. Noch weniger begeistert ist er hingegen von dem Rückfenster und so fragt er erst mal, was es kosten würde, einen neuen Aufkleber zu drucken. Ich rechne es ihm kurz vor und schließlich sieht er ein, dass es wohl doch günstiger ist, hier das Fenster zu ändern, als in Deutschland den Aufkleber neu zu drucken.

Das alles zu besprechen, dauert etwas. Immer wieder diskutieren der Mananger und sein Werkstattleiter ihre Sachen erst mal untereinander (natürlich in Tamil) und wir stehen daneben. Wir nutzen schließlich die Zeit, um uns bei den Arbeitern in der Werkstatt ein bisschen einzuschleimen und ihnen eine Kiste Coca-Cola und einige Samosas zu kaufen. Das kommt sehr gut an.

Am Ende des Besuchs diskutieren wir den Zeitrahmen, bis wann alles fertig sein muss. „Nächste Woche“, sagt der Werkstattleiter und wir teilen ihm mit, dass das nicht geht. Er schlägt vor, dass eines bis Freitag fertig sein kann und er dann das andere hinterher schicken kann. Doch das sehen wir anders, wenn wir erst mal nicht da sind, um zu gucken, wie die Arbeit vorangeht, wird alles wieder langsamer vorangehen und wer weiß, wann wir dann das TukTuk bekommen. Geschweige denn, dass wir wissen, wo er es wann hinbringen soll, zudem wir dann kaum noch auf falsche Ausführungen oder Probleme einwirken können.
Wir einigen uns schließlich, dass beide Fahrzeuge bis zum Samstag, den 13.01. fertig sein müssen. Dann hätten wir noch genau 100 Tage für unsere ca. 15.000 km.

Um sicher zu gehen, dass das alles klappt, kündigen wir an, dass wir ab jetzt jeden Tag vorbei kommen werden, um die Arbeiten zu kontrollieren.

 

Am Donnerstag, den 11.01., am Tag darauf heißt es erst mal sich um den Papierkram kümmern. Zwar haben wir die Fahrzeuge schon bezahlt, aber noch keinen Beleg, dass diese Fahrzeuge auch offiziell uns gehören – dieses steht nun an. In Indien können wir die Fahrzeuge nicht offiziell auf uns zulassen, das heißt wir müssen beim Notar ein offizielles Dokument aufsetzen, das bestätigt, dass wir die Fahrzeuge gekauft haben und offiziell mit allen dazugehörigen Pflichten Eigentümer sind. Außerdem brauchen wir noch ein zweites Dokument, das besagt, dass die Ummeldung erst in Deutschland stattfinden muss, dass wir bis Deutschland berechtigt sind, die Fahrzeuge für den bisherigen Eigentümer nach Deutschland zu fahren.

Dafür zahlen wir auch eine stolze Summe an die Werkstatt. Ein TukTuk, wie wir es haben, würde hier gebraucht normalerweise nur rund 500 Euro kosten, wir zahlen mit der Zulassung und dem Umbau zwischen 1500 und 1600 Euro, also das Dreifache.

Das Ummelden beim Notar ist eine spannende Sache, von der euch Lumi in einem anderen Bericht mehr erzählen wird.

Seit diesem Tag sind wir also offiziell Eigentümer der Fahrzeuge, auch wenn wir noch nicht Besitzer sind, denn wir haben die Fahrzeuge noch nicht. Auch sehen wir sie heute nicht. Als wir bei der Werkstatt ankommen, um beide Fahrzeuge und den Stand der Dinge zu begutachten, sind beide gerade weg. Das eine zum Schneider, das andere zur Zulassungsstelle.

Den restlichen Tag nutzen wir noch, um uns Sim-Karten zu holen. Bei dieser Gelegenheit lernen wir Noorul Huda kennen, mit dem wir uns hier in Chennai noch sehr gut anfreunden werden.

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Madhan Shankar und Noorul Huda werden uns noch in vielen Situationen in Chennai helfend zur Seite stehen. 

Freitag, 12.01. Für alle Fälle zeigen wir die Papiere der Fahrzeuge und alles, was dazu gehört, noch mal Leuten, die davon Ahnung haben.
Guter Plan! Mit nur einem kurzen Blick sieht unser Freund, dass mit der Versicherungspolice etwas nicht stimmt. Als wir im Oktober den Deal gemacht haben, sind wir damit einverstanden gewesen, dass wir einen wesentlich höheren Kaufpreis bezahlen, als in Indien üblich, wenn dafür im Gegenzug alle Papiere auf die Werkstatt zugelassen werden, das heißt Fahrzeugschein, die Fahrzeugprüfzertifikate und auch die Versicherung.
Scheinbar haben sie wohl Angst, dass uns wirklich was passiert und wir auf diese Versicherung zurückgreifen könnten, denn die Versicherung haben sie nicht auf ihren Namen zugelassen, sondern allem Anschein nach mit ausreichend Schmiergeldern dafür gesorgt, dass die Versicherungen weiterhin auf die Vorbesitzer der Fahrzeuge laufen. Die Namen in der Versicherung und im Fahrzeugschein stimmen also nicht überein. Eine Tatsache, die uns, wenn wir von der Polizei so angehalten werden, über 100.000 Rupies Strafe und die Stilllegung der Fahrzeuge kosten würde, erklärt uns ein Mitarbeiter der Polizei, den wir hier vor Kurzem kennengelernt hatten.
Außerdem wäre der Schaden auch bei den Vorbesitzern, denn sie würden dafür ebenfalls zur Rechenschaft gezogen werden.

Als ich den Werkstattleiter anrufe, um ihn damit zu konfrontieren, behauptet er, dass sei kein Problem, die Polizei würde dazu nichts sagen und er würde das nicht ändern.
Als ich ihm sage, dass ich mich gerade mit der Polizei deshalb beraten habe, ändert er doch schnell seine Meinung. Wir sollen die Fahrzeugpapiere von dem einen Fahrzeug sofort vorbeibringen, er würde sie unverzüglich ummelden.
Die restlichen Papiere der Fahrzeuge scheinen, auch wenn sie wild aussehen, so ihre Richtigkeit zu haben.

Wir begleiten die Papiere gleich in die Werkstatt, wo sich ein Arbeiter um die Versicherung kümmern soll, um den Stand der Arbeit zu begutachten.
Ein Fahrzeug ist wieder in der Werkstatt – und zwar das, welches nach dem Notartermin offiziell duden gehört. Es ist noch nicht ganz fertig, noch arbeiten sie daran, aber es sieht so aus, als könnten sie es tatsächlich bis morgen fertig bekommen.
Das neue Fenster ist auch drin, wesentlich größer als das alte, allerdings immer noch ein paar cm kleiner als ursprünglich vom Werkstattleiter angegeben.

Zumindest äußerlich, denn bei genauer Begutachtung fällt auf, dass sie zwar einen neuen Dachgepäckträger montiert haben, der nicht mehr durch das Dach befestigt ist, aber kein neues Dach aufgelegt haben. Mehrere Löcher sind im Dach.
Also erneut ein Anruf beim Werkstattleiter. Er ist nicht erfreut darüber. Uns ist das egal, er muss zu dem stehen, was er macht, immerhin zahlen wir einen unverhältnismäßig höheren Preis und Löcher im Dach, durch die es rein regnen kann, gehen gar nicht. Er ist nicht erfreut und unterbricht duden am Telefon regelmäßig. Er sagt, dass sei nicht möglich und nicht drin, er könne die Löcher zukleben, aber mehr nicht. duden bleibt jedoch bei seiner Meinung, dass das Dach ausgetauscht werden muss.
„Das geht aber nicht bis morgen“, sagt der Werkstattleiter, das sei so nicht möglich.
Die Papiere für das zweite TukTuk seien auch noch nicht so weit. Er kann es bis morgen Früh nicht fertig machen, denn die neue Versicherungspolice könnte er erst am Mittwoch bekommen. Er bietet uns noch mal an, dass wir schon mal mit einem Fahrzeug losfahren und er das Zweite hinterher bringen lässt.

Wir diskutieren das noch ein bisschen, doch in Anbetracht dessen, dass sie uns mit der Versicherung schon versucht haben zu betrügen, beschließen wir halt doch noch länger zu bleiben.
Wenn wir erst mal unterwegs sind, haben wir keine Möglichkeiten mehr, noch einzugreifen oder zu intervenieren. Also verschiebt sich unsere Abfahrt wohl auf Mittwoch nächste Woche – dann hoffentlich endlich…

Dennoch soll der Werkstattleiter alles andere soweit bis morgen fertig machen.
Das sei kein Problem, sagt er, natürlich würde er das machen.

Am Samstag, den 13.01 sind die Fahrzeuge natürlich noch nicht fertig. An Lumis TukTuk schweißen sie noch ein wenig am Dachgepäckträger rum und dudens TukTuk steht gerade mal wieder nicht in der Werkstatt.
Wir wollen trotzdem beide sehen und so fährt Lumi das erste Mal mit ihrem TukTuk,  uns beide und zwei der Jungs von der Werkstatt zum Schneider, wo dudens TukTuk steht.

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Lumi freut sich über ihr Fahrzeug
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duden sitzt schon mal Probe

Hier wird jetzt noch beim Glaser die Scheibe eingesetzt und dann geht es weiter mit dem TukTuk zum Hostel.

Die Versicherung für das zweite TukTuk kann auch erst nächste Woche geändert werden.

Wir beschließen, die freie Zeit über die Feiertage, die hier bis einschließlich Dienstag andauern, zu nutzen, um einer Einladung nach Trichy zu folgen, um gemeinsam mit der Familie von Noorul Hudai, dem Verkäufer vom Simkarten-Shop die Feiertage zu verbringen.

Erst am Morgen des 16.01., dienstags, sind wir wieder zurück in Chennai. Einen Tag vor unserem neuen Abfahrtsdatum. Die große Überraschung: als wir ankommen, steht immerhin ein TukTuk schon vor der Tür: Lumis – es sei fertig, bekommen wir gesagt.
Ist es auch, naja fast: beim Schweißen vom Dachgepäckträger haben sie Löcher in das Dach gebrannt und während der Arbeiten am Fahrzeug ist ihnen eine Klappe von einem Fach in der Fahrerkabine abgebrochen. Statt sie zu erneuern, haben sie sie einfach ganz abgebrochen. Beides Sachen, die noch gemacht werden müssen, also unter anderem nochmal ein Komplettaustausch des ganzen Daches.
Die Versicherung fehlt auch noch, was auch nicht anders zu erwarten war, denn schließlich waren ja noch Feiertage. Nach ein paar Diskussionen sagt uns der Werkstattleiter zu, dass die Fahrzeuge bis morgen (Mittwoch) um 12 Uhr fertig seien. Im Kopf rechnen wir schon ein paar Stunden drauf und verschieben unseren Abfahrtstermin wieder um einen Tag nach hinten.

Mittwoch, der 17.01. Eigentlich wollten wir jetzt endlich los.
Um 12 Uhr sollen die Fahrzeuge fertig sein. Morgens um 11.00 Uhr fragen wir nach und bekommen zur Antwort, dass sie bis 15.00 Uhr vor der Tür stehen würden.
Die Versicherung soll bis 12.00 Uhr fertig sein.

Gegen 13.00 Uhr bekommen wir ein Versicherungspapier via Mail zugeschickt. Wir sind gerade mit unseren Freunden aus Chennai am Essen und zeigen ihnen diese.
Es handelt sich um eine Versicherung dritter Klasse, stellen sie fest. Sie greift nur bei vom Fahrer unverschuldeten Schäden und auch nur in geringer Summe bis 300 Euro.
Vermutlich zu wenig für die Carnet de Passagé, die wir als Nächstes beim indischen Automobilclub beantragen müssen.
Wieder im Hostel sprechen wir das ganze beim Werkstattleiter an, seine Antwort lässt tief blicken, als wir ihn fragen, ob er das bitte in eine Versicherung 1. Klasse umwandeln kann:
„Mache ich nicht, darüber hatten wir nie einen Vertrag.“
Doch meint duden, hatten wir. Im November haben wir die Preise inklusive aller dazugehörigen Papiere beantragt, die wir für die Ausreise und die Fahrt nach Deutschland brauchen, und er macht ihn darauf aufmerksam, dass er uns darauf sein Wort gegeben hat und das eines Vertrags gleich ist.
„Nein ist es nicht“, sagt er, „wir hatten nie einen Vertrag, ich habe euch nur mein Wort gegeben.“
„Aber das hast du nicht gehalten“, sagt duden und bekommt von ihm nur ein Schulterzucken zurück.

Wir sind froh und machen drei Kreuze, wenn wir endlich auf der Straße sind.

Fertig?
Endlich stehen unseren BEIDEN Fahrzeuge vorm Hostel

Wenig später sind die Fahrzeuge tatsächlich da. Das Äußerliche stimmt, dafür haben sie einige andere Mängel an der Technik. Doch wir haben die Schnauze voll. Wir müssen zusehen, dass wir endlich aus Chennai weg kommen. Wir hauen deshalb Noorul und Madhen an, ob sie morgen einen Automechaniker haben, der sich um die letzte Arbeit und einen letzten Check kümmern kann. Würden wir das jetzt auch noch über die Werkstatt machen lassen, würden wir wohl noch ein paar Tage festsitzen.

Wer weiß, wenn alles gut läuft, sind wir morgen Mittag dann on the road…

Ende gut, alles gut…!

Aber keine Sorge, zeitgleich mit diesen ernüchternden Erfahrungen, haben wir unglaublich liebe und hilfsbereite Inder kennengelernt, die allein heute bereits seit knapp 12 Stunden an unseren TukTuks arbeiten (umsonst), um uns sicher auf den Weg nach Deutschland zu bringen.

Die vielen netten und hilfsbereiten Menschen, die wir hier getroffen haben, wiegen all die Probleme und Unstimmigkeiten auf, die die Kooperation mit dem Werkstattmanager uns eingebracht hat.

Gute und schlechte Menschen, solche, die dir helfen, und solche, die dich betrügen, gibt es leider überall. Umso dankbarer sind wir für die wertvollen Freundschaften, die wir in so kurzer Zeit schließen konnten.

Bild berichtet über uns!

Die Bild Stuttgart hat über uns berichtet! Ich wusste gar nicht, dass man unsere Reise auch so reißerisch beschreiben kann! Aber ich freue mich riesig, dass wir die Aufmerksamkeit von immer mehr Medien auf uns ziehen.
Eine Reporterin von der Tageszeitung Chennai, was in Indien mit ca. 14 Millionen Menschen die sechstgrößte Stadt ist, will demnächst auch einen Artikel über uns veröffentlichen. Selbstverständlich werden wir euch auch sowas nicht vorenthalten, euch solche Artikel weiter zeigen…

Hier der Link zur Bild:

Im TukTuk von Indien in den Schwarzwald

 

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„We love when you order here“

Ein richtiger Filterkaffe, dachten wir uns- das wäre was. Denn Kaffee gibt es hier wenn oft nur instant,  meist gibt es nur schwarzen Tee mit viel Milch und Zucker.

Indische Restaurants haben einen fast unvergleichlichen „Charme“.  Kaum kommt man rein, schon gibt es einen Ober, der für einen zuständig ist. Da hat man ordentlichen Service, zumindest was man in Indien darunter versteht, manchmal gibt es so viele Ober, dass man das Gefühl hat, für jeden Tisch gäbe es einen eigenen. Die kommen auch alle zwei Minuten vorbei und fragen, ob man noch etwas braucht. Bringen einem alles, was man will, und wenn es der Laden nicht hat, versuchen sie es für einen drei Häuser weiter zu kaufen, wenn etwas mal nicht besorgt werden kann, versuchen alle im Restaurant, gemeinsam das Problem zu lösen.
Man isst also eine Portion von der Größe, dass eine Familie davon satt werden könnte, trinkt dabei eine Cola, danach noch nen Tee, vlt. noch ne Sprite und zahlt für alles zusammen umgerechnet maximal 2 Euro, inklusive Trinkgeld für den Ober.

Service wird großgeschrieben in Indien

Wenn man gerade in Indien angekommen ist, braucht man aber auch mal einen Platz, um kurz abzuschalten und die ganzen Eindrücke zu verarbeiten…

… dabei dachten wir an das Café um die Ecke von unserem Hostel, das wohl vor ca. 2 Wochen aufgemacht hat… ein richtiges Café mit Theke und viel zu kleinen Bartischen, fast schon europäisch. Hinter der Theke hängen große Plakate, die die Angebote anprangern und zwischen ihnen und der Theke stehen zwei mäßig motivierte Mitarbeiter.  Es gibt div. Getränke, Energiedrinks, Kuchen und sogar eine „hot black forest chocolate“.

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Über der Kasse hängt ein Schild, auf dem steht: „we love when you order here“
Also gibt es hier wohl keinen Service am Platz, dafür gibt es hier auch nicht 5-10 Angestellte wie in jedem anderen Restaurant, das diese Größe hätte, sondern halt nur zwei. Einsparungsmaßnahme würde man sowas nennen, glaube ich.

Also gehen wir nach vorne, um zu bestellen:

  • Einen Kaffee
  • Einmal die „hot black forest chocolate“
  • Einen Kuchen
  • Und eine Samosa (das sind indische Teigtaschen mit Gemüsefüllung, die meist sehr scharf sind)

Die Samosa ist mit 34 Rupies ausgewiesen und damit schon teurer als normal. Doch das ist nicht genug, als ich bestelle, bekomme ich gesagt, dass man mindestens zwei davon nehmen muss.
Dann kommt die Rechnung 576 Rupies für alles zusammen. Mir fallen die Augen raus. Ich hatte schon gerechnet, dass es hier etwas teurer ist, aber fünfmal so viel, als wir in jedem anderen Restaurant bezahlen würden, kann das sein?

Ich bitte die mäßig motivierte Bedienung mir das Ganze vorzurechnen und er fängt an: Samosa 34 Rupies, aber ich muss ja zwei nehmen, also 2 x 34, dass ergibt zusammen, erklärt er mir, 73 Rupies. Nein, sage ich, und erkläre ihm, dass es nicht 73 Rupies sind. Zwei andere Inder im Café bekommen das mit, kommen dazu und fangen gleich an mit ihm zu diskutieren, ich verstehe kein Wort, denn sie sprechen Tamil. Der Kassierer fängt an es dem anderen vorzurechnen und tippst wild auf seiner Kasse rum. Irgendwann sprechen sie wieder Englisch und zwar an der Stelle, als der sich mit einmischende Local verlangt, die Mailadresse vom Filialleiter zu bekommen oder die Telefonnummer.  Der Ober ist mit den Nerven am Ende und erklärt immer wieder, dass es das Café erst seit zwei Wochen gibt, sie seien noch nicht eingearbeitet. Der Ober versucht schließlich zu erklären, dass ja auf die Rechnung noch Steuern drauf kommen, tippt es noch mal ein und kommt dennoch trotzdem nur noch auf 504 Rupies.

„Teuer“, sagt mir auch der Inder, der mir netterweise geholfen hat, „dafür haben sie keinen Service“ sagt er mit ironischen Unterton.

Die ‚hot black forest chocolate‘ habe ich übrigens nicht ausgetrunken, die war so süß, dass ich Angst hatte, sofort an Diabetes zu sterben.

Das ist also Indien. Auf der einen Seite die, die versuchen, so viel Geld aus Touristen raus zu holen wie möglich, auf der anderen Seite jene, gerade junge Inder aus wohlhabenden Familien, die das Image ihres Landes aufpolieren wollen und nicht möchten, dass Touristen als Melkkuh für Geld gesehen werden, sondern eine faire Behandlung erfahren.

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Endlich in Chennai… kann es jetzt losgehen?

Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt wird und was uns erwartet!

Nachdem wir vor zwei Monaten in Chennai waren, war die Lage erst mal sehr ernüchternd. Wir hatten gehofft, dass man in der Werkstatt in Chennai die Fahrzeuge schon parat oder wenigstens für uns in Aussicht hätte, nachdem wir mit dem Team der Rickshawchallenge bereits im Sommer angefangen hatten, zu schreiben.
Wie uns scheint mit dem Geist einer Person, die noch kein Mensch je persönlich getroffen hat und die von einem Büro in Ost-Europa Nachrichten schreibt, die zudem eher kontraproduktiv waren. Immer wieder begann man Gesprächsfäden von Neuem und tatsächliche Verhandlungen waren eher nicht möglich. Dennoch wollten wir es versuchen, denn alle Onlinereferenzen in Sachen „internationales Unterwegssein mit einem TukTuk“ wiesen zu dieser Werkstatt im Süd-Osten Indiens hin.
In Chennai trafen wir dann Princley, einen viel beschäftigten Mann, der hier in Indien die Fäden dafür zu ziehen scheint. Jetzt konnten wir im Gespräch zumindest einen Faden aufbauen, dennoch waren die Verhandlungen nicht einfach und so flogen wir vor zwei Monaten mit dem Gefühl nach Hause, jetzt auf dem Stand zu sein, auf dem wir schon längst zu seien gehofft hatten.
Klingt der Satz jetzt kompliziert? Dann spiegelt er ungefähr wieder, wie sich die Kommunikation die letzten zwei Monate gestaltete.
Um ehrlich zu sein: man versucht sich ja auch auf verschiedene Szenarien vorzubereiten, aber bei der Indischen Mentalität werden halt viele Pläne schnell über den Haufen geworfen…

Es dauerte noch bis Ende November bis man zwei TukTuks für uns aufgetrieben hatte und wir waren kurz davor die Tour mit einem TukTuk zu machen oder abzusagen, da wir fast nicht mehr dran glaubten. Es ist halt alles andere als einfach, von Europa aus ein TukTuk in Indien zu kaufen und umbauen zu lassen.
Doch schlussendlich hatten wir zumindest den Kauf noch in diesem Monat über die Bühne gebracht.

Viertakter. Höchstgeschwindigkeit um die 60 km/h. Bisher als Taxis zugelassen.

Da ist schon mal die erste indische Hürde, sie müssen umgemeldet werden, vom Taxi zum Privatfahrzeug. Warum? Naja, sagen wir mal vereinfacht: Das läuft hier anders als in Deutschland. Hier kauft man ein Fahrzeug, das schon ein Kennzeichen hat, und lässt dieses Kennzeichen auf einen umschreiben (das Kennzeichen und dessen bisherige Zulassung haben also ein größere Bedeutung). In Deutschland wäre es umgekehrt, da kauft man ein Fahrzeug und lässt ein Kennzeichen auf sich zu, das man dann am Auto montiert.
Wenn also ein TukTuk bisher ein Taxischild hat, dann kauft man es als Taxi und muss dann zum Amt gehen, begründen, warum man ein Fahrzeug gekauft hat, das eine andere Funktion hat als man will, und damit verbunden neue Nummernschilder für die Fahrzeuge beantragen. Das ist ein bürokratischer Aufwand und damit wiederum verhält er sich wie in Deutschland: Bürokratie dauert lange.
Zum Glück haben wir Princley, der vollen Einsatz zeigt und alles gibt, um die Ummeldung so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen. Ganz billig ist das nicht und wenn die Inder hören, dass es für Ausländer ist, kostet es gleich ein Vielfaches.

Zudem müssen dann erst mal die Fahrzeuge angezahlt werden, das dauert bei einer Überweisung nach Indien ca. 1-2 Wochen. Während die Anzahlung unterwegs ist, fängt die Werkstatt in Chennai schon mal an, die Maschinen zu überholen. Somit bleibt uns die Hoffnung, dass es noch in time fertiggestellt wird!

Wir hatten vor unserem Abflug mit Princley vereinbart, dass er uns, sobald die Fahrzeuge gekauft sind, die entsprechenden Fahrzeugpapiere zukommen lässt, so dass wir versuchen können, schon mal ein Kennzeichen in Deutschland zu bekommen… auch wenn die TukTuks offiziell in Indien zu gelassen sind, würde ein deutsches Kennzeichen vieles einfacher machen….
Doch die Papiere sind erst am 6. Dezember fertig. Zu lange dauerte die indische Bürokratie. Um die Papiere jetzt noch nach Deutschland zu übersenden und hier im Behördendschungel zu agieren, ist es leider zu spät.

Am 13.12. schreibt Princley uns dann endlich, dass die Arbeiten an der Maschine abgeschlossen seien, doch die Mühlen in Indien mahlen langsam und so dauert es dann doch noch mal ein paar Tage, bis wir Bilder von den überholten Maschinen bekommen.

Am 19.12. kommt dann endlich ein Video, in dem er die Maschine und ein TukTuk filmt. Nur eines? Das andere ist noch nicht so, bei dem gibt es immer noch Probleme mit den Papieren…

Einen Tag später, 20.12. … Time is running! So langsam bekommen wir doch wieder Muffensausen,  ob das noch was wird mit den Umbauten. Wir beschließen, ihm ab jetzt schon mal erste personalisierte Umbauten zu erklären, alles stückchenweise! Denn wenn wir eines gelernt haben, dann dass man den Leuten hier nicht zu viel auf einmal sagt, sonst gerät die Hälfte wieder in Vergessenheit.
Just in Case schreibe ich ihm, er soll die Fahrzeuge noch nicht lackieren, sondern uns vorher informieren, weil wir ja noch weitere Umbaumaßnahmen haben und die Fahrzeuge sonst noch einmal lackiert werden müssten. Das macht keinen Sinn. Auch das Dach soll er erst mal noch nicht wieder installieren.
Zu den weiteren Umbauten: Ich fange ihm also an zu erklären, dass wir in beiden TukTuks hinter der Rückbank und unter dem Vordersitz je eine Box haben wollen. (Diese Dinge hatten wir natürlich alle schon mal besprochen, aber was solls…)

„Kein Problem“, sagt Princley und schickt noch mal ein paar Fotos hinterher:

 

Danach hören wir erst mal nichts mehr von ihm…  auch auf Anfragen reagiert er nicht.

Zwischendurch fliegen wir schon mal nach Sri Lanka, da ich vor der Tour noch einige geschäftliche Dinge erledigen musste. Wir nutzten die Zeit in Sri Lanka jedoch auch als Tourvorbereitung und mieten uns vor Ort schon mal ein TukTuk, um ein wenig das Fahren zu üben. Ein Video davon wird in den nächsten Tagen auf unserem YouTubeCannel folgen.

Am 31.12. meldet sich Princley schließlich: „Hi Duden, I am in a ralley, will be back at Chennai on 8th.“

So ist das halt in Indien.. da verschieben sich die Dinge mal ganz plötzlich und man muss zwischendurch mal wieder umplanen.
Es wird keine Probleme geben, antwortet er uns noch. Die beiden Boxen seien schon installiert und auch die Gurte für Europa seien schon angebracht. Wir schreiben ihm jetzt zur Sicherheit auf einen Schlag die gesamte Liste dessen, was noch zu tun ist, vielleicht kann er sie schon mal an seine Werkstatt weitergeben, damit dann alles fertig wird:

  • Ein neues Gitter, das Fahrerkabine und Rückbank trennt
  • Ein USB-Charger
  • Ein komfortablerer Fahrersitz
  • Einen Dachgepäckträger (von dem wir ihm Beispielfotos schicken)

(Eigentlich sollte es noch ein weiteres Fach geben, unter dem Trenngitter, aber das ist nicht ganz so wichtig wie die anderen Arbeiten.)

Am 2. Januar schreibt er uns, er hätte die Fotos an seine Werkstatt weitergeleitet.

Am 5. Januar bekommen wir ein paar Bilder von ihm, wieder nur von einem Tuktuk, bei dem zweiten sind die Papiere immer noch nicht geklärt. Es ist fertig schreibt er, nur die Elektrik muss noch gemacht werden.

Wir hätten es wissen müssen: niemals zu viele Aufträge auf einmal geben. Wie zu befürchten war fehlt alles, außer den beiden Boxen.

Die TukTuks werden jetzt beide blau. Die einzige Farbe, welche hier für private TukTuks  zugelassen ist. Immerhin in unseren Augen ein hübsches Blau …

Heute 8. Januar

Wir sind in Chennai und haben den Flug extra auf morgens gebucht. Ich habe mir in den letzten Tagen in Sri Lanka eine dicke Erkältung eingefangen und auch Lumi ist etwas geschafft, da sie noch an ihrer Diss. gearbeitet hat.
Dafür kommen wir dieses Mal auch ohne Probleme durch die Visumskontrolle. Am Flughafen versuchen uns die Taxifahrer natürlich wieder Mal übers Ohr zu hauen und es ist ein bisschen Action, bis wir eines finden, welches uns für einen passablen Preis die Fahrt zum Elements Hostel anbietet. Unser Navi verspricht uns 10 Minuten Fahrzeit, doch in dem dichten Verkehr sind es am Ende 45 Minuten on the Road.

Der Leiter vom Hostel freut sich, uns wieder zu sehen, er gibt uns sein bestes Zimmer und bietet uns gleich Tee und alles, was dazu gehört, an, wir buchen es erst mal für drei Tage.
Wir richten uns in unserm Zimmer ein und gehen wenig später runter, um alles abzusprechen. Inzwischen wurde Princley darüber informiert, dass wir hier sind. „Drei Tage seien perfekt, um noch die letzten Arbeiten an unseren Fahrzeugen abzuschließen“, bekommen wir gesagt. Princley komme morgen Mittag, um mit uns zu reden, dann können wir alles besprechen.

Wir sind gespannt, in welchem Zustand unsere Tuktuks uns erwarten und wie lange wir tatsächlich noch hier verbringen müssen, bis wir aufbrechen können zum SCHWARZWALD PANORAMA.

Der Schwarzwälder Bote berichtet

foto schwarzwälder Boote

zum Zeitungsartikel

Der Schwarzwälder Bote hat heute über uns berichtet! Hier findet ihr den Link zum Arktikel.
Leider vergaßen sie zu erwähnen wo unser Zieleinlauf sein wird, dieser wird nämlich im SCHWARZWALD PANORAMA sein. Vorraussichtlich am 22.4 wird es dort eine große Party für uns geben.

Schon jetzt zählt man im Hotel den Countdown bis zu unserer Wiederkehr

 

 

alle wollen mit …

Neben dem, das ich mir nach meiner letzten großen Reise jetzt wieder eine neue Wohnung suchen und einrichten muss, ist es gar nicht so einfach einen Blog zu führen, doch der Plan für die Tuktuk-Tour steht unverrückbar.

Es ist schon faszinierend, welche Faszination unser Plan bei anderen Leuten auslöst und wie viele gerne daran teilhaben wollen. Erst vor wenigen Tagen stand ich in Karlsruhe an einer Bushaltestelle und erzählte einem Bekannten von dem Plan mit dem Tuktuk knapp 10.000 km zu fahren.
Ich merkte schon während ich rede, wie der Mann vor mir plötzlich aufmerksam und hellhörig wurde. Kaum erwähnte ich Sri Lanka drehte er sich um.

„Ich komme aus Sri Lanka! Wollen sie wirklich mit einem Tuktuk hier her fahren?“

Er ist begeistert von der Idee und vor lauter Reden lasse ich meine Bahn einfach fahren. Erst die nächste nehme ich, so interessant und anregend war das Gespräch mit ihm. Im Zug erzähle ich dann meinem Bekannten weiter von unseren Plänen. Es dauert keine 5 Minuten, das klinkt sich der Herr, der neben uns sitzt mit in das Gespräch ein.

„Also wenn ich 10 Jahre jünger würde, würde ich sofort mitfahren!“

Diese Reaktionen passieren mir in letzter Zeit laufend, viele wollen mitfahren, also ob sie keine Angst vor der Strecke hätten. Bei meiner Afrikareise war das vor einem Jahr noch ganz anders. Damals habe ich händeringend Leute gesucht, die von vorneherein Lust gehabt hätten mitzufahren, doch zeit hatte da plötzlich keiner und viele haben mir sogar abgeraten diese Tour zu machen.
„Afrika, der Schwarze Kontinent ist gefährlich“
„Gib bloß auch auf dich, da hört man so viele schlimme Dinge“
„Da wird man so leicht ausgeraubt!“

Dabei ist die Tour jetzt in meinen Augen viel gefährlicher als jene, die ich zuvor durch Afrika gereist bin. In Afrika konnte ich Krisengebiete wie Nigeria o.ä. einfach überfliegen, mit dem Tuktuk geht das nicht, hier müssen wir vorrausichtlich durch mindestens eines oder mehrere Krisengebiete durch, keine Kriegsgebiete, aber Gebiete, welche für ihre unsichere Lage bekannt sind, wie z.B. die pakistanisch/iranische Grenze, oder vorbei an der Republik Bergkarabach und der dannach folgende Routenteil hängt fast vollständig von der politischen Lage in der Türkei ab.

Dennoch gibt es viele, die mir sagen:

„Das ist cool! Drei Monate bekomme ich aber keinen Urlaub,vlt. kann ich mal 2 Wochen mitfahren?“

Ich bin gespannt wie am Ende die Mannschaft aussehen wird, denn es gab immer wieder schon Leute, die sich um meinen Beifahrerplatz im Tuktuk quasi beworben haben. Ich habe zwischen durch schon mal mit dem Gedanken gespielt, ihn meistbietend zu versteigern um damit unsere Reise zu refinanzieren…

Ich ca. 1,5 Montan war ich in Marokko, hier war ich mit drei Leuten meines Alters unterwegs. Es hat viel Spaß gemacht mit den dreien eine Woche unterwegs zu sein und ich hatte die Chance ergriffen und bei einem von den dreien einen kleinen Surfkurs gemacht. Mit in dem Team war auch ein Mädel, dass auch unbedingt mit wollte auf unsere Tour im Tuktuk. Sie war gechilled und ließ sich etwas von einem Kulturschock nicht anmerken. Deshalb sagte ich ihr zunächst zu, doch nach zwei Tagen stellte sich raus, dass sie wohl eher zu gechilled ist – die Gruppe musste fast immer auf sie warten, sie verlor ständig irgend Etwas irgendwo und als ich mit ihr in Marrakesch war, verbrachte sie ¾ der Zeit damit etwas zum Rauchen zu finden.
Ich beschloss, dass mir für unsere Gruppe das Risiko zu hoch ist und sagte ihr schließlich wieder ab. Schade, war sie doch eigentlich eine sehr sympathische Frau, doch meine Entscheidung bestätigte sich am Flughafen schließlich, als ich schon im Flieger saß und sie alleine verwirrt über das Rollfeld vor dem Terminal laufen sah, scheinbar hatte sie sich auf dem Fußweg zu ihrem Flugzeug wohl verlaufen…

Das Treffen mit Pue gestaltete sich indes auch als nicht ganz so einfach. Eigentlich wollte er seit Mitte Januar in Berlin sein, doch irgendwas verhinderte das bei ihm. Ihn wollten wir eigentlich anheuern für uns schon mal Ausschau nach den Tuktuks zu halten, damit wir Ende des Jahres nur noch hin müssen um technisch alles zu klären. Es wird also nie langweilig bei der Mission Tuktuk to go!

Immerhin die Werbung klappt, so haben wir jetzt schon mal das wichtigste für so eine Reise:

Visitenkarten mit unserer Websiteadresse und eine Facebookseite für unser Vorhaben.

Da steht der Reise doch eigentlich nichts mehr im weg…

Visitenkarten mit der Adresse, das wichtigste für so ein Projekt