Dust in the mouth – die wohl staubigste Etappe unserer Reise

Wir haben es geschafft. Irgendwie, denn ehrlich gesagt habe ich zwischendurch nicht mehr viel von der Straße, geschweige denn dem Gegenverkehr oder duden (der vor mir fuhr) gesehen.

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Noch ist die Sicht weitestgehend gut

Wir wurden bereits in Raipur vorgewarnt und haben sowohl uns als auch unsere Fahrzeuge entsprechend der Strecke vorbereitet. Soll heißen wir haben uns verbarrikadiert und maskiert:

Landschaftlich war unsere Strecke eher öde. Die meiste Zeit ging es schnurgeradeaus Richtung Norden. Dafür war die Tierwelt entlang unserer heutigen Tagesroute um so interessanter.
Kühe, Esel, Ziegen, Schafe, Hunde und vereinzelt auch mal eine Katze, das sind wir gewöhnt. Hinzu kommen noch die kleinen süßen Äffchen, die uns in wäldlicheren Regionen hin und wieder vom Straßenrand aus nachschauen (wir sind natürlich nicht so verrückt für ein „Niedliches Äffchen“-Foto anzuhalten). So blöd bin noch nicht mal ich bei meiner übermäßigen Tierbegeisterung. Am Ende habe ich noch einen randalierenden Affen im TukTuk sitzen und von süß oder niedlich spricht spätestens dann niemand mehr.

Nun aber zurück zum heutigen Tag, da gab es etwas wirklich Außergewöhnliches zu sehen. Vielleicht lag es an der Hitze und dem Staub, vielleicht fühlen sich die großen Paarhufer bei den hiesigen Klimabedingungen zwischen Raipur und Bilaspur an ihre Heimat erinnert, vielleicht hatte ich auch einfach nur einen Sonnenstich oder bin einer Fata Morgana zum Opfer gefallen, aber vielleicht auch nicht und es war wirklich eine Kamel-Karawane, die da friedlich am Highway entlang getrottet ist und sich in keinster Weise vom Staub in der Luft hat stören lassen.

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Die Kamele waren allerdings nicht die einzige tierische Besonderheit auf unserer Route.

Diese Affenart haben wir bisher noch nie gesehen. Sie sind wesentlich größer als ihre Artgenossen aus den Wäldern. Habt ihr eine Ahnung, um welche Affen es sich handeln könnte?

Aufgrund der Straßenverhältnisse und des stetigen Verkehrs war es leider nicht möglich, während der Fahrt anzuhalten, um Fotos machen zu können. Ich habe dennoch mein Bestes gegeben und während der Fahrt mit der rechten Hand, die eigentlich konstant am Gas bleiben muss, Fotos gemacht, ohne mein TukTuk abzuwürgen oder von einem der von hinten herannahenden Autos platt gefahren zu werden.
Die Ergebnisse seht ihr hier – es war nicht ganz einfach. Und wenn ihr euch jetzt fragt, warum ich nicht mit der linken Hand Fotos gemacht habe, dann möchte ich dazu nur so viel sagen: versucht mal, mit der linken Hand (einhändig) aus dem rechten Fenster heraus ein Foto zu schießen, zumal dann, wenn der Auslöseknopf sich in der rechten oberen Ecke des Gehäuses befindet – UNMÖGLICH!!!! Wer’s nicht glaubt, darf gern nach Indien kommen, mein TukTuk fahren und es selbst ausprobieren. 😉

Eine Verschnaufpause mit Tee haben wir uns trotzdem irgendwann gegönnt, auch wenn dies bedeutet hat, das all die langsamen LKWs, die wir mühsam überholt hatten, anschließend wieder vor uns waren. Egal, Pause muss sein und an den pappsüßen Chai haben wir uns inzwischen auch gewöhnt.

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Autor: Froilein Lumi

Lumi - wie der finnische Schnee mit einem Gespür für verrückte Abenteuerurlaube, kulinarische Be- & Absonderheiten und einem Hang zu Reisen in die nördlichen Länder dieser Welt.

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