Marcus: So langsam komplettiert sich unsere Crew, nun sind wir schon zu dritt

Mein erster Tag in #Varanasi, erst mal ausschlafen. Zwar hatte ich den ursprünglichen Plan um 7:30 Uhr aufzustehen, um 8:00 Uhr hoch ins Café zum Frühstücken zu toben um mir dann endlich eine indische Simkarte zu besorgen, aber das Bett, ach dieses wunderbare Bett, das erste seit fast zwei Tagen, es war einfach zuuuuuuu gut! Irgendwann musste ich dann doch mal das Außenklo hier inspizieren und dachte mir, fragste Mal bei Duden und Lumi nach wo die denn gerade stecken. Ups! Die sind schon auf der Umgehungsstraße, vielleicht mal aufstehen?

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Im Café gab´s Mike´s Spezial Breakfast, eine Art Full British nur ohne Würstchen und mit Gelee statt Marmelade, aber da klingelte auch schon mein Handy, und Duden fragte ganz frech ob ich ihm nicht mal die Tür aufmachen könne. Ich war ja wohl noch nie so schnell eine Treppe runter, auf der Straße und wir lagen uns erst mal alle drei in den Armen. Es geht ihnen gut, sie leben wirklich noch, die #Tuktuks bewegen sich immerhin, denn LKW dürfen hier nicht in die Innenstadt und so musste selbst gefahren werden. Wir bekamen vor Freude alle drei erst einmal einen akuten Anfall von #Verbaldiarrhoe und mussten eine gefühlte ganze Stunde alle gleichzeitig vor uns hin schnattern.

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Das setzte sich beim Frühstück und Abladen und Auspacken so fort, bis Lumi uns mehr oder weniger raus warf um zu schlafen und ich mich mit Duden auf den Weg zu den #Ghats am #Ganges machte , wir wollten die Uferpromenade entlang schlendern und waren gespannt darauf einen der allerheiligsten Orte des #Hinduismus und die älteste durchgehend bewohnte Stadt der Erde kennenzulernen. Wir starteten am #Ass iGhat, ganz im Süden, und wanderten über viele Stunden, immer am Wasser entlang, bis zum #Dashashwhamed Ghat.

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Was das ist? Ein Ghat? Ein Ghat ist eine stufenförmige Anlage die zum Ganges hinunter führt, dass man dort im Wasser der heiligen Mutter Ganga rituelle Waschungen vornehmen kann. Dafür kommen Hindus aus Indien und der ganzen Welt angereist, denn das ist eine vornehme Pilgerpflicht. Tatsächlich ist das Wasser des Ganges heute so verdreckt durch Chemie, Fäkalien und #Leichengift (dazu kommen wir noch), dass man damit als nicht lebensmüder Mitteleuropäer besser nicht in Berührung kommt. Die Inder selber sind das gewohnt, waschen darin sogar noch ihre Wäsche, tauchen unter um sich ganzkörperzuheiligen und so mancher #Tschai-#Wallah (Teeverkäufer) spült darin auch gern mal seine Tassen aus, Wir bekamen unseren Tschai jedoch stets in Papp- oder Plastikbechern serviert, auch wenn wir hiermit dringend von Zitronen-Massala-Tschai warnen möchten. Der ist, nun ja, ein gewisses Erlebnis……

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Alle möglichen religiösen Gestalten treiben sich hier herum, vom #Bettelmönch über den #Fakemönch (eine hier verbreitete Gattung) bis zum Europäischen #Saddhu und islamischen Frauen, die versuchen ihr Geld mit Führungen durch #Hindutempel zu verdienen. Und natürlich die üblichen Portraitmaler, Bootsausflugverkäufer und Ramschhändler mit holzgeschnitzten Fußmassageröllchen und in Afrika von Kinderhänden zusammengeknüpften Gebetskettchen. Dabei wird man hier trotzdem weniger belästigt als in einer durchschnittlichen Fußgängerzone Istanbuls.

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Ich habe also diverse Tempel besucht, unzähligen Göttern ein von alten Frauen vorgemurmeltes Mantra dargebracht, viele wunderbare Fotos geschossen, ekligen und himmlischen Tschai geschlürft, ach… Moment, und dann sind da noch die #Verbrennungsghats.

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Wenn ein gläubiger Hindu in Varansi stirbt und dort verbrannt und seine Asche dem Ganges übergeben wird, kann er damit den ewigen Kreislauf von Tod und #Wiedergeburt durchbrechen und sofort ins #Nirvana gelangen. Dies wird heute wie seit tausenden von Jahren praktiziert, täglich, vor den Augen (und den Nasen!) aller Öffentlichkeit. Das Fotografieren ist dort verboten, verständlich, allerdings fotografieren die Familien selber ohne Ende wenn sie einen der Ihrigen verbrennen. Verstehen tue ich das also nicht so ganz, aber ich habe mich selbstverständlich daran gehalten. Die Stimmung konnte ich auch gut einfangen indem ich die #Scheiterhaufen in dieser unglaublichen Kulisse beim Einbrennen, bevor der #Leichnam aufgelegt wird, fotografiert habe. Dazu ist es nicht nötig die Gefühle der Leute zu verletzen.

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Das Dashashwhamed Ghat erreichten wir kurz vor Beginn der allabendlichen, legendären #Ganga #Aarti. Es geht um ein rituelles Feueropfer an die heilige Mutter Ganga, den Fluss Ganges. Einfach und ursprünglich werden hierzu Blumen und ein kleines Öllämpchen, heute eine Kerze, in einer kleinen Schale in den Fluss gegeben und man lässt sie davon schwimmen. Mit der Zeit haben sich dazu umfangreiche Rituale entwickelt. Heute werden erst vom Leiter des Ganzen auf einer Muschel geblasen und religiöse Lieder gesungen, dann kommen weitere #Pandits (religiöse Gelehrte) dazu und es werden in einer komplizierten #Choreografie eine gute Stunde lang zu dröhnender Musik und Glockenschlägen, mitunter auch zu rhythmischem Klatschen der Zuschauer, #Räucherstäbchen und #Feuerschalen geschwenkt und riesige Ölleuchter mit vielen Flämmchen kompliziert durch die Luft gewirbelt. Ein unglaublich intensives Erlebnis, dass uns beide staunend zurück ließ und mit dem festen Entschluss, das nochmal mit Lumi und Soffl zusammen erleben zu wollen.

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Auf dem Rückweg zum Hostel organisierten wir noch eben drei Pizzen von einem Restaurant in der Nähe und schmierten uns mit Genuss dann mit Lumi zusammen die selbigen ins Gesicht, gekrönt von Schokomuffins, die im Café hier im Hostel heute frisch gebacken wurden.

Dieser Tag war einfach ein Fest für die Sinne!

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Indische Höflichkeit

Völlig unzerstochen, aber immer noch ein wenig müde, weckte mich dann um 8:00 Uhr Lumis Handy, wie verabredet, denn um 10:00 Uhr sollte ja der Werkstattyp aufkreuzen. Stattdessen tauchte um 10:30 Uhr einer der Boys des Hostels auf und fragte ob wir Frühstück möchten. Ja, und zwar auf der Dachterrasse bitte. Als wir eine halbe Stunde später dort aufkreuzten war zwar vom Frühstück noch nichts zu sehen, aber ein wiederum anderer Boy machte mit irgendetwas in der Küche Krach. OK, irgendetwas passierte zu irgendeiner Zeit, kein Grund sich Sorgen zu machen.

Dann tauchte der „Wichtige“ des Hostels hier auf und informierte uns, dass inzwischen der „Wichtige“ der Chennai Garage aufgetaucht sei. Nun denn, warten lassen können wir auch, man soll sich ja den landesüblichen Bräuchen anpassen, und so mampften wir weiterhin unsere Samosas (so ein pfannkuchenartiges Fladenbrot) mit diversen Soßen (eine sogar essbar und nicht zu scharf) und bekamen dann sogar noch Tee dazu (wenn auch nicht den vom „Wichtigen“ versprochenen Ingwertee, den er mir gegen mein bellendes Husten empfohlen hatte).

Das ist auch so ein Ding hier in Indien. Der Chef sagt zu mir: Du brauchst Ingwertee und weist seinen Underling an mir Ingwertee zu brauen. Der sagt natürlich „Ja“, denn zum Chef sagt man immer „Ja“, obwohl er selbstverständlich keinen Ingwertee hat oder sogar noch nie davon gehört und keine Ahnung hat was der Chef von ihm will. Ich warte, der Ingwertee aber kommt nie und es gibt auch keine weiteren Kommentare zu dem ganzen Geschehen.

Zweites Beispiel: Duden und ich haben Ameisen im Arsch, können nicht mehr rumsitzen und gehen um irgendwo Essen zu organisieren um den Block. Unterwegs kommt uns (überraschend und völlig aus heiterem Himmel) die Idee Alkohol zu kaufen. Das geht hier nur in speziellen Wine-, bzw. Liqoeur (spricht: Likker) Shops. Also fragen wir in einem anderen Geschäft nach dem nächsten Likkershop. Nun wäre es für den Inder natürlich total unhöflich zuzugeben, dass er uns zum Einen wahrscheinlich nicht verstanden hat und zum Anderen mit Sicherheit als guter Hindu keinen Plan hat wo man so gefährliche Drogen kaufen könnte. Also schickt er uns weiter die Straße entlang und wir enden stattdessen in einem Handyshop, der immerhin zugibt uns keine SIM-Karten verkaufen zu können.

Das Ganze heißt hier „Höflichkeit“ und wäre einfach zu entschlüsseln wenn man in der Lage wäre das ständige Kopfwackeln der Inder zu interpretieren. Aber das sieht für mich einfach immer nur nach ausgerenkten Nackenwirbeln aus und tut schon beim Zuschauen ein Bisschen weh. Ich glaube wir sollten jede Frage mindestens fünf Mal stellen und dann versuchen eine Art Mittelwert der Antworten zu berechnen. Nein, vergiss die Idee, es macht viel zu viel Spaß, dass immer unerwartete Dinge passieren und nie das, was man sich dachte…

Schlaflos nach Chennai

Mit nur wenigen Stunden Schlaf auf dem Buckel bin ich am Sonntag schon gegen 4:00 Uhr aus dem Bett gefallen. Umdrehen bringt da auch nichts, manchmal bin ich einfach hippelig wenn es auf Reisen geht, so wie dieses Mal. Ok, also schon mal Sachen packen, auch wenn ich erst um 21:00 Uhr im Flieger sitzen muss. Packen ist inzwischen wirklich langweilig geworden, drei Paar Socken, drei Hemden, eine Hose und so weiter. Dieses Mal ergänzt um Mückenspray, Moskitonetz und Insektenimprägnierung für die Klamotten. So ganz traue ich der Dengue-Fieber Entwarnung auf Sri Lanka noch nicht über den Weg, und hämorrhagische Fieber sind einfach nicht mein Ding. So mit sich verflüssigenden Eingeweiden und so, das mag ich irgendwie nicht…

Der Tag zog sich also, meine Wohngenossen bekochten mich mit Schnitzel mit Pilzsoße, es gab Kuchen mit Puddingfüllung, aber alles lenkte mich nicht wirklich ab. Also fing ich an mir urlangweilige Dokumentationen auf ARTE anzusehen, nur um die Zeit tot zu schlagen, während draußen ein Orkan die Hamburger Innenstadt flutete und der gesamte Bahnverkehr im Norden zum Erliegen kam. Nichts riss mich von Hocker, aber ich weiß ja wie so etwas endet, mit Schlaflosigkeit nämlich. Wo ich doch in Flugzeugen eh schon so gut schlafen kann.

Und genau so kam es, schlaflos von Hamburg nach Dubai, herzhaft gähnend von Dubai nach Colombo. Dort erwarteten mich meine beide allerliebsten Reisepartner, der Duden und die Lumi, erst einmal mit ein paar sehr leckeren Fischbällchen und vegetarischen Teigtaschen hinter der Zollkontrolle. Gerade eben in Sri Lanka eingereist, bin ich mit den beiden dann auch gleich wieder ausgereist, in Richtung Chennai, Indien. Das war mit kleinen Problemen versehen, die beiden hatten nämlich den falschen Ausdruck ihrer Visumsbestätigung dabei. Natürlich gab es aber am Flughafen schon lange jemanden, der es zu seinem Beruf gemacht hatte Touristen in solchen Fällen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und so waren beide schwuppdiwupp im Besitz der richtigen Papiere und ich konnte nach erst einmal nur 90 Minuten Aufenthalt diese schöne Insel gleich wieder verlassen.

So gleich war das nun auch wieder nicht, unser Flieger nach Indien ging erst in drei Stunden. Statt in der Zeit 15$ bei Mc Dreck zu lassen, haben wir uns lieber für 15$ Zugang zur Lounge unserer Airline besorgt und hatten dort Ruhe, eine gigantische Sofalandschaft, ein warmes und kaltes Buffet, frischen Tee, viele freie Steckdosen für unsere vielen Ladegeräte und unbegrenztes Wifi in halbwegs brauchbarer Qualität. Kein schlechter Deal und ich habe es sogar geschafft nicht in der Sofalandschaft zu versinken und in Dornröschenschlaf zu fallen. Endlich hatten wir Zeit zwischen Thunfischsandwiches und Instantkaffee ein bisschen Reiseplanung zu betreiben, sowohl was die nächste Woche in Indien und Sri Lanka angeht, als auch was unsere nächstjährige Tour mit den Tuktuks angeht.

In Chennai gelandet mussten wir uns erst einmal zwischen einem Notausgang und der eVisa Kontrolle entscheiden, na gut, denn eben doch die eVisa Kontrolle. Das sollten wir noch bereuen! Erst waren dem Beamten meine Wurstfinger nicht schön genug und ich musste eine gefühlte halbe Stunde auf seinem Fingerabdruckscanner herumtrommeln, dann war ihm Lumis Pass zu neu (er hatte noch nie einen der neuen Deutschen Reisepässe gesehen) und schlussendlich hat es auch noch eine von uns gewagt statt einer 0 ein O in den Antrag zu tippen. Das ist so die Sorte preußischer Schlamperei, die einen ordentlicher Indischen Beamten auf die Dattelpalme treibt. Geschlagene eineinhalb Stunden arbeiteten diverse blaubehemdete Gnome mit Spaltäxten und Dampfluftpressen daran aus einer 0 ein O zu machen und dann musste auch noch der Obergnom gefunden werden, dem das ganze Spektakel zu beichten war und der noch seinen Segen dazu geben musste. Puh, ich stelle mir jetzt nicht nochmal die gleiche Frage, die mich schon in meinem letzten Posting bewegte: Ob denn Indien wirklich Touristen haben will und sich da auch ganz sicher ist?

Duden war zum Glück vor gegangen und hat schon mal unser Gepäck vom Band gerettet und eigentlich waren wir uns jetzt ganz sicher, dass unser Transfer zum gebuchten Hostel nach fast vier Stunden Herumgealber mit der Visumskontrolle, nicht mehr auf uns warten würde. Aber es geschehen Zeichen und Wunder im Land der mehr als eine Millionen Götter und tatsächlich wartete da jemand mit unseren Namen auf einem Schild, organisierte uns per Uber ein Taxi, per Handy jemanden der uns Geld tauschte und schickte uns auf den Weg in diese, gerade von einem Platzregen unter Wasser gesetzte, Millionenmetropole. Todesmutig umkurvten wir unbeleuchtete Tuktuks und wiederkäuende Kühe und wurden herzlich empfangen, uns wurde Essen gebracht, ein drittes Bett ins Zimmer gelegt, eine Mückenspirale angezündet, ein Luxuszimmer zum Preis von Schlafsaalbetten vermacht und versichert, dass wir für die Unterbringung nichts zahlen müssten, das wäre Sache der Tuktukwerkstatt, und deren Chef würde uns morgen Vormittag um 10:00 abholen.

So ein Chicken-Biryani auf einer Dachterrasse in Tamil Nadu kann schon wahre Wunder wirken, und so fangen wir gerade an den Verdacht zu hegen, dass Indien vielleicht doch nicht einfach nur Scheiße zu uns ist. Mit dieser kuscheligen Wohlfühlahnung fallen wir dann jetzt ins Bett.

Unsere erste Nacht in Indien!

TukTuks mit Winterreifen?

Braucht ein TukTuk, um zwischen November und Mai durch Slowenien zu fahren, Winterreifen mit mindestens vier Millimetern Profiltiefe? Solche und ähnlich abstruse Fragen habe ich die letzten Tage gewälzt. Meine Challenge? Zollbestimmungen, notwendige Papiere und erforderliche Ausstattung für unsere TukTuks zu recherchieren.

Selbstverständlich gibt es für TukTuks in den meisten Ländern, die wir zu durchfahren planen, überhaupt gar keine speziellen Vorschriften. Meist wird bei den nationalen Bestimmungen lediglich zwischen Autos und Motorrädern, maximal noch LKWs differenziert. Also finde ich mal, dass wir versuchen die Vorschriften für PKW einzuhalten und den Rest in Gottes, bzw. des Zöllners Hand legen. Winterreifen gibt es nun mal keine für TukTuks, also versuchen wir ersatzweise wenigstens die vorgeschriebene Profiltiefe einzuhalten. Viele Überlegungen enden in Kompromissen, und wir können nur hoffen, dass denkende Grenzbeamte zu den gleichen oder ähnlichen Ergebnissen gelangen wie wir.

Feuerlöscher? Check! Zwei Warndreiecke? Check! Grüne Versicherungskarte? Check! Und so wird die Liste hoffentlich kleiner und kleiner, bis sie irgendwann Mitte Januar bei null angekommen ist und es losgehen kann.

Ach so, und bei dieser Arbeit kann ich das erste Mal in meinem Leben nachvollziehen, wieso Excel Tabellen potentiell derart riesig sind. MS-Office? Check!

 

Erdanziehung – Die große Reise

Ursprünglich wollten sie doch „nur“ mal kurz ein Jahr mit dem Fahrrad nach Feuerland fahren, dann kamen sie erst vier Jahre später, und zwar im Tuk Tuk, zu Hause wieder an.

Und hin und wieder, bei intensivem Suchen, findet man sie, Spuren irgendwelcher Durchgeknallter, die ebenfalls mit Tuk Tuks durch die Welt gefahren sind.

Zum Beispiel Susanne Bemsel und Daniel Snaider. Ursprünglich wollten sie doch „nur“ mal kurz ein Jahr mit dem Fahrrad nach Feuerland fahren, dann kamen sie erst vier Jahre später, und zwar im Tuk Tuk, zu Hause wieder an.

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Im Oktober 2007 gab es dann das Buch dazu: Erdanziehung – Die große Reise – Abenteuer Weltumrundung, leider nur noch antiquarisch erhältlich, aber wozu gibt es Booklooker, Amazon & Co.? Keine drei Tage nach der Erstentdeckung liegt das Buch nun vor mir, etwas ramponiert aber, welch Überraschung, von den beiden Wandervögeln handsigniert. Muss wohl mal jemand auf irgendeiner Lesung oder einemVortrag erstanden haben.

Nun werde ich mich erst einmal ein paar Tage hinein vertiefen, Bericht und Kritik gibt es dann später und vielleicht sollte man zu den Beiden ja mal Kontakt aufnehmen….

TukTuks und Regeln – 2 verschiedene Paar Schuhe

They believe that three wheelers can play an important role as para-transit modes in most cities and therefore treat them as public transport vehicles which can easily get passengers from point to point in a hurry.

Ein interessanter Bericht in der Sri Lankischen Zeitung Daily News über die laaange Geschichte Sicherheitsstandards für TukTuks in Sri Lanka durchzusetzen. Die ersten Zeilen habe ich mal ins Deutsche übersetzt, den Rest gibt´s im Original zu lesen.

Wer eine Übersetzung benötigt, kann immer gerne das Translation-Tool unten in der rechten Menüspalte nutzen.

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Go tough with tuk tuk!

Der Sri Lankische Verkehrsminister Nimal Siripala de Silva hat kürzlich bestätigt, dass eine nationale Richtlinie formuliert wird, um die TukTuks im Land zu regulieren. Mit mehr als 1.2 Millionen TukTuks im regelmäßigen Dienst im Land ist das eine lange überfällige Maßnahme.

Der Minister hat auch hinzugefügt, dass die Regulierungen für TukTuks eingeführt werden, um die Sicherheit sowohl der Passagiere als auch anderer Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Das ist eine lobenswerte Entscheidung, da seit Ende November letzten Jahres, 325 TukTuks in tödliche Unfälle mit insgesamt 348 Toten verwickelt waren.

History

According to the All Island Three-wheeler Drivers’ and Owners’ Association President, Sudhil Jayaruk, the attempts to regulate the three-wheeler industry has a long history. The regulations regarding three-wheelers were proposed back in 1999. He adds that during the past six years, several transport authorities have suggested and made plans to make it mandatory for all hiring three- wheelers to fix mileage meters, but none of these plans has been successful.

A Motor Traffic Act with all necessary regulations for three wheelers was drafted as far back as 1998, but it was never implemented. In 2013, the Western Provincial Council gazetted its Motor Traffic Act which consisted enough regulations to control three-wheelers but none of these has been implemented.

When it came to regulating three-wheelers, the Governments-in-power during the past had not taken the initiative to go ahead with the implementation even when the related trade associations were in favour of it.

Adverse effect

Three-wheelers are considered as an appropriate mode of transport for the developing countries. Although many see the three-wheeler as the ideal escape vehicle on congested city roads, studies done by some traffic analysts have revealed that there is the serious adverse impact on lane discipline by this mode of transport.

Results of these studies emphasise the disorder caused by three-wheelers on streamline flow of vehicular traffic in congested towns and resulting unsafe situations. It also shows that it is not only bad driving practices by three-wheeler drivers, but incompatibility of the three-wheeler itself with other vehicles creates dangerous and hazardous conditions in the city traffic.

Blessings

On the other hand, other traffic analysts suggest that three-wheelers should be the preferred personal transportation mode and be encouraged in urban areas provided they run on LPG/CNG or four stroke petrol engines equipped with catalytic converters. They believe that three wheelers can play an important role as para-transit modes in most cities and therefore treat them as public transport vehicles which can easily get passengers from point to point in a hurry.

They also point out that greater use of three wheelers reduces the need for big parking places. A three wheeler just needs one parking place in the city and if it does 10 trips a day, it reduces the need for nine parking places. According to them, a three-wheeler is preferable to a car for a number of reasons. First, as compared with a car, three-wheeler can carry the same number of people on average and takes one-third of the parking area and one-half of the space on the roadway. Second, since its weight is one-third of that of a car, it is responsible for less deterioration to the road, requires less tire/rubber use, and takes one-third the national resources to produce. Therefore, three wheeler usage should be encouraged as much as possible in urban areas.

Suggestions

Whether we like it or not, three wheelers have already become a key part of Sri Lanka’s public transport network. They have become important in city sector for short hauls and in urban and rural areas they transport a significant number of people to places where other forms of public transportation, such as buses or trains do not run. More importantly, they provide employment opportunities for thousands of drivers, and livelihood opportunities to even more people.

The role and importance of three-wheelers as important modes of transport in many of the Asian cities was highlighted during an event organised before the Better Air Quality workshop held in Bangkok sometime back. The discussions brought out the following recommendations:

I. Three-wheelers must be recognised as important modes of urban transport, now and in the foreseeable future.

2. In order to improve the overall system efficiency, steps need to be taken to (a) improve their operational efficiency through rationalized traffic engineering and management with particular reference to road and intersection designs, (b) revise classification of roads and vehicles for better access to mobility, (b) improve their energy efficiency and reduce pollutant emissions through progressive technological improvements, (c) improve the driver quality and efficiency through proper selection and training.

3. Three wheelers need to be promoted as the transport mode providing the “last mile connectivity” in the urban transport system. (Last mile connectivity is a term used in transportation planning to describe the movement of people and goods from a transportation hub to a final destination in the home.)

The workshop also recommended that the three wheelers are ideal as intermediate public transport (IPT), a feeder system for public transport in large cities. A successful public transport system with high ridership requires a good network of three wheelers.

Safety

As the Minister Nimal Siripala revealed, one of the major problems the new regulation for three-wheelers should aim to address is the commuter and public safety. Therefore, the regulation mechanism should ensure that the commuters and public are protected from undisciplined and unscrupulous drivers and that their safety is assured.

There are a number of other issues also which need attention:

(1) Electronic fare meters should be made mandatory for all three-wheelers about one and half years ago. Yet, we still come across vehicles that either do not have meters or have defunct meters that do not work.

(2) Another point requiring attention is to find out why school leavers see the three-wheeler industry as a unique sub-culture to gain employment. They choose the easy option of buying a three-wheeler on credit. Some do have even the license.

(As accidents involving three wheelers have reached an all-time high, the three wheeler community itself has been shocked to the core. In fact, they were the first to demand that three wheeler licenses should be issued only to those above 35. This proposal has been taken into consideration for the new National Policy.)

(3) While there isn’t any conclusive research on how many three-wheelers had been used in criminal activities, it is estimated about 10 percent of the drivers are drug peddlers. This prompted the Dangerous Drugs Control Board to submit a proposal to the President to bring in a law limiting the issuance of three-wheeler licenses only to persons over matured age.

(4) Three-wheeler parks near road intersections cause negative effects for the road users and on the traffic flow. If a park is really necessary near intersections and if sufficient widths of the roads are available, the parking area should be at least 100 meters away from the intersection along the minor road. Municipal councils and permit issuing institutions should develop reasonable guidelines and regulations when issuing permits for locating three-wheeler parks.

(5) Most important of all, we need to discipline the three-wheeler drivers. Today they are considered as a menace to safe road traffic. There are many factors that contribute to reckless driving of three-wheelers: (a) driving without licence and insurance, (b) either not aware or show callous regard to road and traffic discipline, (c) overloading the passengers, (d) dangerously speeding and reckless driving, (e) disregard zebra crossings (j) parking at unauthorised places, (k) involvement in the transportation of illicit drugs and liquor and become facilitator for causing crimes by others. Deterrent punishments should be meted out to violators by both Police and Courts.

(6) Finally, it should be made mandatory for all three wheeler owners/drivers to be registered in an Authority recommended by Ministry of Private Transport Services. A Code of Conduct should also be prepared with the collaboration with the Three-Wheeler Associations. The Authority must be empowered to take necessary action against the violators of the Code.

For the goal of economic development, improvements in the transport sector are important and to make effective improvements, studying the transport sector is necessary. By approaching the regulation of three-wheelers from the perspective of the drivers and the public and by making a distinction between self-regulation and state regulation, an analytical study of three-wheelers will contribute to public debates on informal public transport.

Ein Tuktuk ist kein Amphibienfahrzeug

Eine erste Idee war ja mal in Thailand zu starten,vielleicht sollten wir zu dem Plan zurückkehren.

Nun, der Start ist ja ziemlich klar, Sri Lanka soll es sein.

Die Frage ist nur, wie wir von Sri Lanka mit den Tuktuks nach Indien kommen. Aufgrund des Bürgerkrieges zwischen den Tamilischen Separatisten im Norden der Insel und den Regierungstruppen Sri Lankas, gab es jahrzehntelang keine offizielle Fährverbindung auf den Indischen Subkontinent. 2011 wurde wohl erneut eine Fährverbindung zwischen Tuticorin im indischen Bundesstaat Tamil Nadu und Colombo, der Sri Lankischen Hauptstadt, eingerichtet, allerdings soll diese bereits 2012 wieder eingestellt worden sein, angeblich wegen Überschuldung der Betreibergesellschaft. Laut einem Artikel der World Maritime News vom Juni 2015 wird eine Wiederaufnahme der Fährverbindung zwischen Indien und Sri Lanka diskutiert, da bleibt wohl erst mal nur Hoffen und Weiterverfolgen.

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Somit ist der Start schon mal nicht mehr so klar, denn wenn wir diese Wasserstrecke nicht meistern können, können wir unsere Tuktuks wohl erst in Indien kaufen und müssen sie auch dort umbauen lassen.

Eine erste Idee war ja mal in Thailand zu starten,vielleicht sollten wir zu dem Plan zurückkehren.